Wenn der Pferdekörper streikt
Pferde sind von Natur aus Lauftiere, keine Lastentiere. Deshalb hat der Reiter eine immens wichtige Aufgabe, die leider zu oft ungeachtet bleibt. Um das das Pferd gesund zu erhalten, ist eine gute und gesunde Rückenmuskulatur unumgänglich, um den Reiter tragen zu können, ohne dass das Pferd Probleme bekommt.
Im Alltag sehe ich leider oft Pferde mit sehr schwacher Rückenmuskulatur, Schmerzen im Rücken und schlecht sitzende Sättel. Irgendwann kapituliert der Pferdekörper und landet in der Trageerschöpfung. Was können die ersten Anzeichen für eine Trägerschopfung sein?
- Klemmen/ Buckeln/ Wiedersetzen
- Gurtzwang
- verspannter Lendenwirbelbereich
- Dellen in der Sattellage
- energielos
- ausgeprägte Unterhalsmuskulatur
- hängender Bauch
- mangelnde Losgelassenheit
- uvm.
Leider sind die ersten Anzeichen der Trägerschopfung nicht immer für den Pferdebesitzer leicht zu erkennen und die Reiter und Pferdebesitzer denken das Pferd wäre unkooperativ und habe eine schlechte Arbeitseinstellung.
Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass die Pferde keine Pläne schmieden, um uns das Leben schwer zu machen, sondern fast immer körperliche Beschwerden, Schmerzen oder Überforderung vorliegen. Leider wird oft darüber hinweg geritten und mit Nachdruck (Gerte, Sporen oder Hilfszügel) laufen sie dann schon. Aber mal ehrlich, was bleibt ihnen in dieser Situation auch anderes übrig?
Ich will hier keinesfalls jemand verurteilen, sondern eher zum Nachdenken anregen. Das Ziel sollte doch am Ende des Tages sein, dass es unseren Pferden gut geht und man gemeinsam Spaß an der Arbeit hat. Leider schaut man auf den Plätzen und Hallen oft in enttäuschte und traurige Gesichter, weil das Pferd heute wieder nicht lief.
Geben Sie Ihrem Pferd eine Stimme, Sie kennen es am besten und gehen Sie der Ursache auf den Grund.
Gerne unterstütze ich Sie hierbei.
Wenn man frühzeitig handelt, lassen sich muskuläre Dysbalancen meist gut behandeln und Folgeerkrankungen wie zum Beispiel Kissing Spines und Fesselträgerschaden vorbeugen.

Aufgrund der aktuellen Bauarbeiten in der Unterkessacher Straße in Widdern beachten Sie bitte die folgenden Hinweise für Ihre Anfahrt zur Tierheilpraxis Dreilindenhof: Anfahrt aus Richtung Unterkessach: Die Zufahrt zur Praxis ist trotz der Beschilderung weiterhin möglich. Bitte beachten Sie dabei: Das Sperrschild an der Abzweigung nach Korb kann ignoriert werden. Fahren Sie weiter in Richtung Widdern, bis Sie das eigentliche Sperrschild kurz nach dem Ortseingang erreichen. Biegen Sie erst dort links ab und folgen Sie der Straße „Fuhrtsteige“ bergauf direkt zu unserem Hof. Anfahrt aus allen anderen Richtungen: Aus allen übrigen Richtungen ist die Zufahrt zur Tierheilpraxis nicht beeinträchtigt. Die Straße ist wie gewohnt befahrbar und führt Sie ohne Einschränkungen zu uns. Für Rückfragen oder detaillierte Auskünfte zur Anfahrt stehe ich Ihnen gerne telefonisch zur Verfügung.

Die Vitaminversorgung ist ein entscheidender Pfeiler der Pferdegesundheit. Während ein Pferd viele Vitamine selbst synthetisieren kann oder über hochwertiges Raufutter aufnimmt, gibt es Situationen – wie den Fellwechsel, hohe sportliche Belastung oder karge Winterweiden – in denen eine gezielte Ergänzung notwendig wird. 1. Einteilung der Vitamine Man unterscheidet zwischen zwei Kategorien, die bestimmen, wie der Körper mit den Nährstoffen umgeht: Fettlösliche Vitamine (A, D, E, K): Diese werden vor allem in der Leber und im Fettgewebe gespeichert. Eine Überdosierung ist hier kritisch, da Überschüsse nicht einfach ausgeschieden werden können und toxisch wirken können. Wasserlösliche Vitamine (B-Komplex, C): Diese können kaum gespeichert werden. Der Körper muss sie entweder ständig selbst produzieren oder über die Nahrung aufnehmen. Überschüsse werden meist über den Urin ausgeschieden. 2. Die wichtigsten Vitamine im Fokus Vitamin A (Beta-Carotin) Funktion: Wichtig für Sehkraft, Immunsystem und Schleimhautschutz. Quelle: Frisches Gras ist reich an Beta-Carotin. In Heu baut sich der Gehalt bei längerer Lagerung massiv ab. Vitamin D ("Das Sonnenvitamin") Funktion: Reguliert den Calcium-Phosphor-Haushalt und die Knochenstabilität. Quelle: Wird durch UV-Strahlung direkt in der Haut gebildet. Stallpferde benötigen im Winter oft eine Ergänzung. Vitamin E Funktion: Ein starkes Antioxidans für den Muskelschutz. Besonders wichtig bei hoher Leistung. Quelle: Frisches Gras. Bei reiner Heufütterung entstehen oft Defizite. Vitamin B-Komplex Funktion: Stoffwechsel, Nervenstärke und Hufqualität (Biotin). Quelle: Produktion durch Mikroorganismen im Dickdarm. Bei Darmproblemen (Kotwasser etc.) ist die Synthese oft gestört. Vitamin C (Ascorbinsäure) Funktion: Infektabwehr und Aufbau von Bindegewebe. Quelle: Was viele nicht wissen: Im Gegensatz zum Menschen ist das Pferd ein biologischer Selbstversorger und produziert sein Vitamin C in der Leber täglich einfach selbst. Überschüssiges, teuer gekauftes Vitamin C landet einfach als teurer Urin in der Einstreu. Fazit: Ein gesundes Pferd mit Weidegang ist meist autark. Achten Sie jedoch auf Signale wie Mattigkeit oder stumpfes Fell – sie sind oft der erste Hinweis darauf, dass die körpereigene "Vitaminfabrik" Unterstützung benötigt.









